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Evangelisch am Hellweg
Heute ist Montag,
14. Mai 2012

Der Superintendent informiert - Juni 2011

Die Informationen des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Soest werden kostenlos an derzeit 327 Personen versandt.

 

Einer teilt reichlich aus und hat immer mehr; ein andrer kargt, wo er nicht soll, und wird doch ärmer. (Sprüche Salomos 11,24)


Liebe Leserinnen und Leser,

bei der Sprüchesammlung, die dem König Salomo zugeschrieben wird, geht es häufig gar nicht vorrangig um das Thema ‚Glaube‘. Hier werden Einsichten, Erfahrungen, Weisheiten zusammen getragen, die sich im Laufe der Zeit bewährt hatten. Manche dieser Sprüche haben auch den herben Charakter von ‚Bauernregeln‘.

Der Spruch 11,24, als Monatsspruch für Juni ausgesucht, ist nur bedingt eine Anweisung für ökonomisches Handeln, sondern eher eine Empfehlung für eine fröhliche Lebenshaltung:

  • Sieh weniger auf das, wo du zu kurz kommen könntest. Sei nicht neidisch!
  • Hab Vertrauen in die Gaben, die du mitbekommen hast. Geh nicht sparsam mit ihnen um!
  • Richte deine Aufmerksamkeit nicht in erster Linie auf das, was dich eingeschränkt und behindert hat, sondern vor allem darauf, was dir die Kraft gegeben hat, das Leben (trotzdem) zu bestehen.

Ich wünsche Ihnen eine solche Sichtweise, die offen ist für das, was das Leben an Möglichkeiten in sich birgt.

Dazu segne Sie Gott!

Ihr Hans König

Nachrichten

Weitere Neuigkeiten und Nachrichten aus dem Kirchenkreis finden Sie im Internet unter www.kirchenkreis-soest.de/aktuellenachrichten.html.

Geh aus mein Herz

21.06.2011 12:33

Evangelischer Kirchenkreis Soest gibt sich Konzeption

Pfarrer Dietrich Woesthoff präsentiert die Konzeption des Kirchenkreises (Foto: Johannes Majoros-Danowski)

Soest-Ostönnen – „Geh aus mein Herz und suche Freud zu dieser schönen Sommerzeit“ tönte es am Montagmorgen, dem 20. Juni, aus der St.-Andreas-Kirche in Soest-Ostönnen. Der Eröffnungsgottesdienst der Sommertagung der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Soest stand im Zeichen des bevorstehenden Sommeranfangs. Durch die Predigt von Pfarrerin Frauke Wehrmann-Plaga zum Monatsspruch von einem „der reichlich austeilt und trotzdem immer mehr hat“ eingestimmt zogen die rund neunzig Synodalen durch strahlenden Sonnenschein zur Hellweghalle.

Zu Gast waren neben Synodalassessor Rainer Müller aus dem Nachbarkirchenkreis Arnsberg und dem Ortsdezernenten Landeskirchenrat Gerhard Duncker auch der designierte neue Superintendent des Kirchenkreises Dieter Tometten.

Zu Beginn seines Berichtes gab Superintendent Hans König einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten im Kirchenkreis anlässlich des Jahrs der Taufe. Dann ging er auf den bevorstehenden Wechsel im Superintendentenat ein. Am 15. Juli wird Superintendent Hans König mit einem Festgottesdienst in der Wiesenkirche und anschließendem Empfang im Blauen Saal des Soester Rathauses durch Landeskirchenrat Gerhard Duncker verabschiedet. Pfarrer Dieter Tometten wird am 1. September sein Leitungsamt antreten und am 16. September um 15.30 Uhr in der Wiesenkirche durch Präses Alfred Buß eingeführt, ebenfalls mit anschließendem Empfang im Blauen Saal.

Weitere Themen seines Berichts waren die u.a. neue Trägerschaft des Stift-Cappel-Berufskollegs in Lippstadt und die Pläne der Kirchengemeinden Borgeln und Schwefe, sich bis 2013 zu vereinen. Für die Entwicklung der Zusammenarbeit der Kirchenkreise Soest und Arnsberg gelte angesichts der Größe allerdings das Motto „alles unterhalb einer Vereinigung ist möglich“.

Den größten Raum seines Berichts nahm der aktuelle Rückgang von Pfarrerinnen und Pfarrern ein, die dem Kirchenkreis in der Vergangenheit durch die Landeskirche zugewiesen wurden („eine bedrohte Art“). Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Zuletzt verlassen hatten den Kirchenkreis Pfarrer Bodo Ries und Gerhard Ebmeier. Betroffen sind in Zukunft besonders der Bereich Seelsorge, aber auch die Gemeindearbeit, Fortbildung für Kindergärtnerinnen, die Öffentlichkeitsarbeit u.a.

Um dieser Entwicklung entgegen zu steuern, stimmten die Synodalen der Einrichtung  zweier neuer kreiskirchlicher Pfarrstellen zu: eine für die Kindergartenarbeit und eine weitere für die Krankenhausseelsorge, beide refinanziert und damit Kirchensteuermittelneutral. Eine weitere Maßnahme gegen den beginnenden Pfarrermangel stellt die probeweise Einstellung der Diakonin Petra Haselhorst für pastorale Dienste in Lippstadt dar. Sie wird in Zukunft neben ihrer Arbeit für die Jugendkirche Lippstadt/Hellweg in der Kirchengemeinde Lippstadt besonders für den kirchlichen Unterricht zuständig sein.

Die Kreissynode Soest verabschiedete weiterhin die Konzeption des Evangelischen Kirchenkreises Soest unter dem Motto „HERR, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist“ für die Jahre 2011 bis 2016. Pfarrer Dietrich Woesthoff stellte nochmal die Grundzüge der Konzeption heraus, mit der sich die Fachbereiche und Einrichtungen des Kirchenkreises und die Kirchengemeinden in den vergangenen Jahren intensiv beschäftigt hatten. Die Konzeption wird im Herbst gedruckt vorliegen und soll als Orientierungshilfe und Instrument für die kreiskirchliche Arbeit der kommenden Jahre dienen. 2014 soll das Erreichte evaluiert werden und die Erkenntnisse, die dabei gewonnen werden, in eine Neufassung der Konzeption 2016 münden.

Weiter beschloss die Kreissynode die Bereitstellung von 100.000 Euro für das Leuchtfeuerprojekt Wiesenkirche. Die Realisierung dieser Kircheninformationsstelle mit angeschlossenem Diakoniecafé des Perthes-Werks verzögert sich jedoch im Moment durch das Ausbleiben bereits zugesagter Personalmittel durch die Landeskirche. Deshalb konnten bereits in Aussicht stehende Räumlichkeiten in der Nähe der Wiesenkirche nicht angemietet werden.

Die Synodalen wählten Pfarrer Lutz Wulfestieg aus Werl zum neuen kreiskirchlichen Beauftragten für „Kirche und Sport“. Pfarrer Werner Vedder aus Soest ist neuer kreiskirchlicher Beauftragter für Polizeiseelsorge im Kirchenkreis. Pfarrer Sven Fröhlich aus Anröchte ist neuer kreiskirchlicher Beauftragter für Notfallseelsorge.Die  Notfallseelsorge im Evangelischen Kirchenkreis Soest sucht aktuell Interessierte. Ein neuer Ausbildungskurs startet im September.
Zum Jahr der Taufe hatte sich der Ausschuss für Gottesdienst und Verkündigung etwas Besonderes einfallen lassen. Zur Synode hatten jeder und jede seinen Taufspruch mitgebracht. Im „Ranking“, das Pfarrer Christian Casdorff gegen Ende der Tagung vorstellte, stehen Jesaja 43,1, Psalm 91,11 und Psalm 23,1 an ersten Stellen.

In bewegenden Worten verabschiedete Synodalälteste Elke Gawliczek den scheidenden Superintendenten König aus der Kreissynode. Mit stehendem Beifall und anschließender Segensbitte endete die 98. Tagung der Kreissynode Soest.

Die Beschlüsse der Synode wurden erstmals mithilfe des Kurznachrichten-Dienstes Twitter live über das Internet verbreitet. In Zukunft werden unter twitter.com/kksoest täglich Nachrichten und Termintipps aus dem Kirchenkreis abrufbar sein.

Hören statt sehen

17.06.2011 15:26
Von: Ulrike Andrae-Dorok

Soester Blindengruppe auf Opernfahrt

Soest – Im April starteten sieben Mitglieder der Soester Gruppe des Evangelischen Blinden- und Sehbehindertendienstes in Westfalen (EBSW) und sieben sehende Begleiter zum ersten Mal zu einem Ausflug. Ziel war das Musiktheater in Gelsenkirchen, das seit Ende letzten Jahres Opernaufführungen mit Audiodeskription anbietet.

„Es wird dunkel, der Vorhang hebt sich, der Dirigent betritt die Bühne, das Orchester erhebt sich...“ All das konnten die blinden Zuhörer aus der Soester Blindengruppe des EBSW nicht sehen. Doch sie waren über das Geschehen auf der Bühne „voll im Bilde“. Alle trugen auf einem Ohr einen Funkohrhörer, über den sie über alle Vorgänge  auf der Bühne zeitgenau informiert wurden. Mit Hilfe der Audiodeskription wurden die visuellen Vorgänge des Bühnengeschehens von ausgebildeten Sprechern live kommentiert und somit lebendig erfahrbar.

Jeder Blinde, der gern in die Oper geht, weiß, dass es in der Regel schwer ist, die Handlung einer Oper punktgenau zu verfolgen, selbst unter der Voraussetzung, der optimalen Vorbereitung. Wenn dann noch, wie in Opern üblich, italienisch gesungen wird, verliert man schnell den Faden. Die Soester Gruppe konnte jedoch die Aufführung von „Zar und Zimmermann“ von der ersten bis zur letzten Minute entspannt verfolgen und genießen. Die Audiodeskription begann bereits 15 Minuten vor dem Beginn des Musikspiels. Der Theaterraum, die einzelnen Bühnenbilder sowie die Kostüme wurden beschrieben. Während der Vorstellung wurden die Erklärungen immer in die kurzen „Atempausen“ des Orchesters und der Solisten in die Ohrhörer gesprochen, so daß die Musik nicht davon berührt wurde. Eine Glanzleistung des Audiodeskreptionsteams.

Nach der Vorstellung waren sich die Soester einig „Das war toll, sooo haben wir eine Oper noch nie erlebt!“ Nur der ältesten Teilnehmerin, immerhin fast 90 Jahre alt, wurde die Audiodeskription zu viel, sie ließ sich die Erklärungen von ihrer immerhin auch 85-jährigen Begleiterin ins Ohr flüstern. Dankbar und erfüllt vom Erlebten, fuhr die Gruppe zu später Stunde nach Hause.
Danke an den EBSW, der die Opernfahrt großzügig finanziell unterstützt und dadurch ermöglicht hat. Danke auch der Bezirksgruppe Gelsenkirchen des BSVW, die das Musiktheater zur Audiodeskription animiert und bei der Durchführung mit viel Einsatz geholfen hat. Ein besonderer Dank geht an das sehende Ehepaar Hilgenstein aus der Soester Johannes-Kirchengemeinde, das die Gruppe begleitet und dafür gesorgt hat, dass der Ausflug harmonisch und stressfrei verlaufen konnte und niemand wegen fehlender Begleitung zu Hause bleiben musste.

Spannende Arbeit

17.06.2011 15:34
Von: Katja Burgemeister

Engagierte Betreuer/innen für traditionsreiche Bildungsfreizeit gesucht

Es ist schon längst die zweite Generation, die regelmäßig im Oktober die Koffer packt. Die Bildungsfreizeit für Familien mit behinderten Kindern im Schloss Gehrden, die von der Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen der Diakonie Ruhr-Hellweg angeboten wird, hat schon seit Jahrzehnten Tradition. Ebenso wie die vielen engagierten Betreuerinnen und Betreuer, die in dieser Zeit die Familien begleiten. Genau die werden für die nächste Freizeit vom
21. bis 29. Oktober noch gesucht. Die Bildungsfreizeit ist deshalb so besonders, weil sie Familien mit behinderten Kindern nicht nur die Möglichkeit gibt, ein paar Tage lang unterstützt von einer sorgsamen Betreuung auszuspannen und neue Kraft für den oft anstrengenden Alltag zu schöpfen. Eltern und Angehörige können sich hier auf den aktuellen Stand rund um das Thema Behinderung etwa bei Gesetzesänderungen oder neuen Angeboten bringen lassen, während die Kinder gemeinsam mit Betreuerinnen und Betreuern auf Entdeckungsreisen gehen. Wer Spaß an der Arbeit mit behinderten Menschen hat, kann sich unter Tel. 02921 3620-200 oder E-Mail behindertenberatung(at)diakonie-ruhr-hellweg.de informieren.

2500 Tonnen

18.06.2011 21:07
Von: Herbert Beller

Die Soester Tafel benötigt ein neues Kühlfahrzeug

Michael König und Ursula Schulze zur Wiesch von der Soester Tafel und Bürgermeister Dr. Ruthemeyer hoffen, das veraltete Tafelfahrzeug bald ausmustern zu können. (Foto: Herbert Beller)

Soest - Als eine sehr große, wenn auch nicht die entscheidende Grundlage für das Funktionieren der Tafel bezeichnete ihr Vorsitzender Michael König den Betrieb der Kühlfahrzeuge. Als wichtiges Bindeglied zwischen den Spendern und der im Thomä-Gemeindehaus ansässigen Tafel sind zwei Kühlfahrzeuge ständig im Einsatz. Sie transportieren Lebensmittel  aus Spenden oder dem Überfluss zur Tafel, wo man sie benötigt und zum Wohle vieler Mitbürger zu einem Mittagsmahl oder in Lebensmitteltüten sortiert an bedürftige Mitbürger abgibt.

Nach zehnjähriger Betriebsdauer sind bei einem Fahrzeug nach über 200.000 km Fahrleistung und ca. 2.500.000 kg transportierter Lebensmittel weitere Ausgaben für dessen Instandhaltung nicht mehr vertretbar. Dies ist für die streng kalkulierende Tafel ein zwingender Grund, nach einem neuen Fahrzeug zu schauen. Die Kosten hierfür würden sich wohl auf  rund 30.000 Euro belaufen. Hiermit hätte man kein Fahrzeug der gehobenen Klasse, erläutert Micheal König. Aber für den Transport des sensiblen Gutes Lebensmittel sind besondere Auflagen zur Einhaltung und Nachweis der Kühlkette mit Kosten verbunden, die den Tafelverein überfordern. Unterstützt von Bürgermeister Dr. Ruthemeyer wendet sich daher die Tafel mit der Bitte um Spenden an die Öffentlichkeit. Die Erfahrung und das erfreuliche Spendenniveau  belegt, dass man in Soest die Ausgabe von überschüssigen Lebensmitteln an Bedürftige durch die Tafel schon stets wohlwollend begleitet; nur für diesen Sonderfall hofft auch der Bürgermeister auf zusätzliche Unterstützung von den Soestern für die Soester. So ist jede kleine Geldspende willkommen, die das Konto 65540 der Soester Tafel bei der Sparkasse Soest (BLZ 440 500 75) mit dem Stichwort „Kühlauto“ erreicht. Und wenn es bei dieser Bitte auch „nur“ um ein Auto geht, so würde außerdem für die vielen freiwilligen Helfer in der Tafel jeder zusätzliche Euro eine schöne Bestätigung und Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Einsatz bedeuten.

Mehr Plätze für Freiwilligen Dienst

22.06.2011 13:52
Von: EKvW

Freiwilliges Soziales Jahr der Evangelischen Kirche von Westfalen sucht Bewerber

SCHWERTE/WESTFALEN - Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Diakonisches Jahr genannt, richtet zum Sommer 2011 weitere 80 Plätze für Freiwillige ein. Neben den bereits vorhandenen 240 Stellen in Einrichtungen der Diakonie und Kirche werden die neuen Stellen hinzugenommen, um jungen Menschen auch die Möglichkeit anzubieten am Bundesfreiwilligendienst (BFD) teilzunehmen, wie das Amt für Jugendarbeit der EKvW als Träger des FSJ in Schwerte mitteilte.

Zum 1. Juli dieses Jahres wird die allgemeine Wehrpflicht und damit auch der bisherige Zivildienst ausgesetzt. Zum gleichen Zeitpunkt soll stattdessen der Bundesfreiwilligendienst für alle Generationen geschaffen werden. Neben den bundesweit 35.000 Plätzen von Freiwilligendiensten (FSJ und FÖJ) sollen weitere 35.000 Plätze im BFD eingerichtet werden. Da sich die Zahl der Plätze im BFD an den Zahlen des FSJ orientiert, bedeutet dies für den evangelischen Bereich, neben den bereits vorhandenen Einsatzstellen im FSJ, neue Stellen im BFD zu finden und zu besetzen. 80 Stellen sollen nun auch vom Amt für Jugendarbeit für den BFD vorgehalten werden.

Auch wenn es immer noch Unklarheiten über die allgemeinen Rahmenbedingungen des BFD gibt, ist die Umsetzung im Diakonischen Jahr geklärt. Nach Ansicht des Amtes für Jugendarbeit der EKvW dürfen den Freiwilligen keine Nachteile entstehen. Deshalb werden sich die neuen Stellen im BFD eng an die Bedingungen des bereits seit über 50 Jahren mit Erfolg durchgeführten Diakonischen Jahres orientieren. Insbesondere die Pädagogik und die individuelle Begleitung der Freiwilligen während des Jahres dürfe nicht von der gewohnt guten Qualität des Diakonischen Jahres abweichen.

Das Amt für Jugendarbeit der EKvW sucht deshalb junge Menschen im Alter zwischen 17 und 26 Jahren, die Interesse an der Arbeit mit Menschen haben und sich ein Jahr im Bereich der Tätigkeiten von Kirche und Diakonie beruflich orientieren möchten. Das Amt für Jugendarbeit hält Einsatzstellen in der Kinder- und Jugendhilfe, der Evangelischen Jugendarbeit, Behindertenhilfe, Altenhilfe, Krankenhäusern und Diakonie- und Sozialstationen vor.

Neben einer beruflichen Orientierung, dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie Team- und Konfliktfähigkeit, ist es häufig die Erfahrung, erstmals auf eigenen Beinen zu stehen und das Gefühl nach langer Schulzeit wirklich gebraucht zu werden, wie etliche der über 6.000 Ehemaligen des Diakonischen Jahres zu berichten wissen. Eine Absicherung durch Auszahlung von derzeit ca. 405 Euro, die Übernahme der Sozialversicherung und auch die Anerkennung zum Erwerb der Fachhochschulreife sind weitere Gründe, warum sich bislang jährlich 240 Jugendliche für den Freiwilligen Dienst bei der EKvW entschieden haben.

Interessierte können sich auch direkt wenden an das Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen, Iserlohner Straße 25, 58239 Schwerte, Telefon 02304 755-179, E-Mail diakonisches-jahr(at)afj-ekvw.de.

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Termine

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Metakom

07.06.2011 15:16
Von: Reiner Schrödter

Ausstellung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage in St. Thomä vom 29.5.-26.6.2011

Bildunterschrift: Kuratorin Friederike Schir (Foto: Reiner Schrödter)

Soest. Im Rahmen der „Jüdischen Kulturtage NRW“ veranstaltet der Kunstverein Kreis Soest eine Ausstellung in der Neu-St.Thomä-Kirche. Es handelt sich dabei um eine Kooperation mit den Kunstvereinen aus Gütersloh und Krefeld. Bei der Vernissage erläuterte die Kuratorin der Ausstellung Friederike Schir die Konzeption der Ausstellung und die Werke der Künstler.

„Metakom... und das Meer ist keinmal voll“ lautet der Titel der Ausstellung. Metakom leitet sich von der jüdischen Tradition des Kommentierens von Textstellen der hebräischen Bibel (Tanach) ab. „Seit Jahrtausenden werden Textstellen beispielsweise in Bezug auf ihren Wortlaut, ihre moralische Aussage und ihre mystische Bedeutung kommentiert. Dabei entsteht ein Geflecht von Interpretationen, die aufeinander aufbauen, Bezug nehmen und sich gegenseitig erweitern. Dieses Prinzip des beständigen Kommentierens ist Grundlage des Projekt Metakom“, führte die Kuratorin ein. Der der Ausstellung zugrunde liegende poetische Text aus dem Koheletbuch „Alle Bäche gehen zum Meer“ behandelt auf engstem Raum Grundfragen des menschlichen Lebens. Die beteiligten Künstler aus den Kunstvereinen und aus Israel näherten sich mit Bildern, Skulpturen, Videos und Installationen den Versen an und kommentierten diese auf künstlerische Art und Weise. So entstand in einem besonderem Ausstellungsraum eine besondere Ausstellung, die gegenseitig Einfluss aufeinander nimmt und den Betrachter zum Nachdenken anregt. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Juni zu sehen.

Lebendigmacher

17.06.2011 15:52

Zukunftswoche der Jugendkirche Soest vom 25.6.-3.7.2011

"In welche Richtung wollen wir - als Jugendkirche - in der nächsten Zeit gehen? Was ist unser Weg?". Diese und noch mehr Fragen will die Jugendkirche Soest in einer Woche unter dem Titel "Lebendigmacher" vom 25. Juni bis zum 3. Juli durch ganz verschiedene Formen miteinander bedenken. "Wenn Jugendkirche weiter gehen soll... dann brauchen wir einen Plan, dann brauchen wir Ideen, dann brauchen wir DICH, mit deinen Erfahrungen und Ideen. Lass uns gemeinsam eine Perspektive finden." heißt es in der Ankündigung.

Programm:
26.06. / 19:00 Uhr "Mut-mach" - Abend mit Jan Primke und Band in der Post
27.06. / 10:00 Uhr Werkstatttag in der Jugendkirche

Mo - Fr
6:30 Uhr Morgenandacht und Frühstück in der Wiesenkirche
13:00 Uhr Mittagessen in der Jugendkirche

2.07. / 11:00 Uhr Abschluss mit Brunch in der Jugendkirche
3.07. / 18:00 Uhr Hugo #38 - Thema: Mein Schatz, in der Post

Der abschließende Jugendgottesdienst Hugo ist der letzte in der bisherigen Form. Nach den Sommerferien startet der Hugo in einem neuen Format und wird dafür wieder an ganz unterschiedlichen Orten in Soest und Umgebung gastieren. Doch bevor es so weit ist, geht noch einmal die "Post ab". KOMM und SIEH ...

Eine Kirche – weltweit

17.06.2011 14:55

Partnerschaftssonntag am 26.6.2011

Neue Schule in Mora (Foto: Manfred Werdermann)

Kirchenkreis Soest – Wie in jedem Jahr findet am ersten Sonntag nach dem Trinitatisfest im Evangelischen Kirchenkreis Soest der Partnerschaftssonntag statt. Viele der 23 Kirchengemeinden in der Börde und der ebenfalls 23 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Grand Nord in Kamerun gestalten an diesem Sonntag ihre Gottesdienste im Zeichen der Partnerschaft. Der Gottesdienstentwurf stammt in diesem Jahr aus Soest. Im Mittelpunkt steht anlässlich des Jahresthemas die Taufe: „Die Taufe sagt uns und sie erinnert uns daran, dass wir trotz aller Unterschiede eine Kirche sind – weltweit.“

Seit 1996 besteht zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis Soest und dem 170-mal größeren Kirchenkreis Grand Nord in Kamerun eine Partnerschaft. Diese ist geprägt von den gegenseitigen Besuchen, dem Austausch von Briefen, der Unterstützung von Projekten und den gemeinsamen Gebeten am Partnerschaftssonntag. Es treten Menschen in Kontakt, die aus ihrem Lebensumfeld heraus in ihrer jeweils eigenen Weise geprägt wurden. Allen Beteiligten bietet die Partnerschaft die Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern, Verantwortung füreinander zu übernehmen und wechselseitig vom Anderen zu lernen.

Partnerschaftssonntag am 26.6.2011

17.06.2011 16:12

Der Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses, Pfarrer Rainer Grüber, hat an alle Pfarrerinnen und Pfarrer einen Gottesdienstentwurf für den Partnerschaftssonntag versandt. Wenn dieser Tag in einer Gemeinde schon anderweitig belegt ist, wird gebeten, der Partnerschaft an einem anderen Tag oder in anderer Weise zu gedenken. Die Liturgie ist zusammengestellt worden vom Partnerschaftsausschuss, die Predigt stammt von Pfarrerin Margot Bell, das Grußwort von Rainer Grüber.

Kollektenempfehlung
Die Kollekte im Partnerschaftsgottesdienst ist auch in diesem Jahr bestimmt für die Schule in Mora. Inzwischen stehen die drei Schulgebäude mit insgesamt sechs Klassenräumen, durch die ein Grundschulzyklus abgedeckt werden kann. Die Schule wird gut besucht, ca. 260 SchülerInnen. Es fehlt noch ein Gebäude mit WCs und eins, das eine Art Bibliothek werden soll, in dem Schüler für sich in Ruhe arbeiten können. Diese Kollekte sei eurer Liebe herzlich empfohlen.

150. Geburtstag

17.06.2011 15:45

Kirchplatz-Soirée in Bad Sassendorf am 27.6.2011

Johannes Gillhof

Am 27. Juni findet um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus in Bad Sassendorf das Kirchplatz-Soirée zu den 150. Geburtstagen von Johannes Gillhof („Jürnjakob Swehn“) und der Komponisten Wilhelm Berger und Marco Enrico Bossi mit Jana Stehr (Sopran) und Pfarrer Christian Casdorff statt.

Du stellst meine Füße auf weiten Raum ...

22.06.2011 14:00

Kleine Pilgertour von Lippstadt nach Erwitte am 3.7.2011

Zuerst zur Jakobusfigur oder zuerst zum Brunnen in der Kirche? Das mag sich auch ein Pilger in Lippstadt vor 300 Jahren gefragt haben. Unsere 12 km lange Pilgertour am 3. Juli 2011 startetum 11.00 Uhr in der schönen Jakobikirche und führt uns anschließend durch die weite Landschaft im Süden von Lippstadt. Wie zu alten Zeiten pilgern wir mit einem Psalmwort, einem Lied und zum Teil auch im Schweigen. Unser Weg endet um 17.00 Uhr in Erwitte. Mit Anita Goy und Dr. Gerald Wagner.

Pfarrkonferenz am 6.7.2011

22.06.2011 15:23

Pfarrkonferenz am 6.7.2011

Die nächste Pfarrkonferenz wird die letzte mit Superintendent Hans König sein. Deshalb möchte er sich bei dieser Gelegenheit von den Pfarrerinnen und Pfarrern im Kirchenkreis verabschieden. Sie findet statt am Mittwoch, dem 6. Juli 2011, von 15.00 bis 18.00 Uhr im Petrushaus am Petrikirchhof 10 in Soest.

Als Referent kommt Professor Dr. Jürgen Kampmann vom Lehrstuhl für Kirchenordnung und Neuere Kirchengeschichte an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen und hält einen Vortrag zum Thema „Zur Geschichte des westfälischen Superintendentenamtes“. Nach einer Aussprache lädt Superintendent König zu einem Imbiss ein.

Evangelische Erzieherinnen qualifiziert

22.06.2011 14:03

Überreichung der Zertifikate des religionspädagogischen Langzeitkurses am 21.7.2011

Der siebte religionspädagogische Langzeitkurs für Erzieherinnen des Evangelischen Kirchenkreises Soest neigt sich seinem Ende zu. 15 Erzieherinnen aus Kitas des Kirchenkreises, der evangelischen Vereine und der Kirchengemeinden haben an ihm teilgenommen. Am Donnerstag, dem 21. Juli, um 11.00 Uhr bekommen sie durch Synodalassessor Dietrich Woesthoff im Gemeindehaus Benninghausen, Im Brühl, in Lippstadt ihr Zertifikat überreicht.

Jubiläen

Wenn in Ihrer Kirchengemeinde oder einer Ihrer Einrichtungen Jubiläen anstehen, teilen Sie es bitte frühzeitig dem Öffentlichkeitsreferenten mit: Pfr. Dr. Johannes Majoros-Danowski, Tel. 02921 396-145 oder per E-Mail oeffentlichkeitsarbeit(at)kirchenkreis-soest.de.

Vom „Versorgungshaus“ zum „Marie-Haverkamp-Haus“

17.06.2011 15:21
Von: Michael Winkler

Vor 10 Jahren wurde Soester Heim nach Wittenerin benannt

Diakonisse Maria Haverkamp war als Feierabendschwester lange in der Mutterhauspforte tätig (Foto von 1984). (Foto: DWR-Archiv)

Soest/Witten. „Helfen in drei Jahrhunderten“ war vor einigen Jahren das Motto eines Jahresfestes des Wittener Mutter­hauses. Es hätte auch „Helfen in allen vier Himmelsrichtungen“ heißen können, wenn man bedenkt, dass Schwestern (und Brüder) der Diakoniegemeinschaft Witten überall in Westfa­len und darüber hinaus seit 121 Jahren tätig sind. Tätig waren sie auch sicherlich in mehr als vier Berufen, denn wo christliche Nächstenliebe in evangelischen Gemeinden und Einrich­tungen der Diakonie nötig war, war es oft von Vorteil, mit Erfahrun­gen aus mehreren Professionen den Menschen professionell und nach­haltig hel­fen und sie begleiten zu können.

Zu den ganz markanten Einsatzorten der Wittener Diakonissen gehört ohne Zweifel das 1904 als „Zufluchtstätte” gegeründete Versorgungs-haus in Soest. Bereits vier Jahre später kamen Wittener Schwestern in das Mütter- und Säuglingsheim in der Haarhofgasse 11. Das Diako-nissenhaus übernahm die „Bedienung” des Evangelischen Versor-gungshauses, in dem es zur Ausübung dieses Dienstes „wenigstens 2 Schwestern nach dort” entsandte. In einem neuen Vertrag zwischen den beiden Partnern in Soest und Witten heißt es im Dezember 1945: „Eine der beiden Schwestern wird im Einvernehmen mit dem Vorstande zu Vorsteherin und Hausmutter bestimmt”.

Pflegerische und hauswirtschaftliche, sozialpädagogische und bera-tende Aufgaben mußten die Schwestern für und mit den jungen Müttern bewerkstelligen - und das in Zeiten, in denen es verpönt war, unververheiratet zu sein und oft sehr jung ein Kind zu bekommen und groß ziehen zu müssen. Meistens von den Familien (und den Kindes-vätern) gemieden, mussten die Frauen und Mädchen aus dem Sauer-land und der Börde mit ihrer schwierigen Lage fertig werden.

Wittener Diakonissen und Diakonische Schwestern halfen ihnen dabei mit viel Liebe und Geduld, quasi nach dem Motto „Frauen helfen Frauen” (was es damals noch nicht gab). Stellvertretend seien einige Schwestern aus der Ruhrstadt genannt, die dort ihren Dienst taten: Gertrud Bahrenberg, Grete Koschorek, Herta Bajorat, Margret Kahle, Hedwig Sell, Maria Brandes, Hanna Obermöller, Emilie Fleitmann, Elli Kleindienst, Brunhilde Hildebrand, Marie Haverkamp, Margret Vonheder und Anke Frickmann.

Im März 2001 wurde das Mutter-Kind-Heim in Soest umbe­nannt. „Natürlich“ ist es nach einer Wittener Diako­nisse be­nannt und heißt seitdem „Marie-Haverkamp-Haus für Mutter und Kind”. Schwester Marie Haverkamp lei­tete von 1972 bis 1982 das Heim in der Haar­hof­gasse und ist 1999 im Alter von 83 Jahren in Witten verstorben. In Dankbar­keit für ihr Wirken und das aller ihrer Mit­schwestern habe man sich zu diesem neuen Na­men entschieden, so Helmut Bus­mann, der Ku­ratoriums­vorsitzende der Soester Einrichtung, damals in ei­ner Feier­stunde: „Mit Schwester Marie hat unsere Arbeit viel Sta­bili­tät und Reformof­fenheit erfahren”. „Marie Haver­kamp selber wäre der Rummel um den Hausnamen sehr unpassend vorge­kommen, würde sie heute noch le­ben”, antwortete darauf Oberin Mari­anne An­schütz, die außerdem „die Menschen­kenntnis, die liebevolle Au­torität und die kriti­sche Offenheit” der Diakonisse herausstellte.

Das Haus bietet heute Platz für 25 Mütter und ihre Kinder. Seit Feb­ruar dieses Jahres ist Christiane Wiggeshoff Leiterin, die die mo­derne mehr als ein hun­dert Jahre alte „segens­reiche” Einrichtung be­treut. Vorher war Gerda Gaffron die Chefin. An der Stadtmauer neben dem Eingangstor hängt eine Grün­sandstein-Tafel mit Na­men und Kronen­kreuz der Diakonie.

Mit dem Na­men ihrer verstorbenen Mitschwester wurde - so Marianne An­schütz vor zehn Jahren - die traditi­onsreiche Verbin­dung mit dem Wittener Mutterhaus auf­recht erhalten und ge­stärkt. Die alten und festen Bin­dungen sind übri­gens schon viel früher symbolisch mani­festiert worden: Bereits 1977 schenke der Verein des Versorgungs­hauses dem Diako­nie­werk den Altar im damals neu erbauten Lukas-Zentrum. Die ge­bürtige Watten­scheiderin Maria Haver­kamp ist auf dem Schwestern­friedhof ne­ben dem Ev. Kranken­haus Witten begraben.

Das Marie-Haverkamp-Haus für Mutter und Kind ist eine Einrich­tung des Evangelischen Versorgungshaus-Vereins für Westfalen e.V.. Das Haus liegt in der Altstadt von Soest. Die zentrale Lage macht es mög­lich, dass die Bewohnerinnen die vielfältigen schulischen, beruf­lichen und kulturellen Angebote in der Stadt bequem nutzen können. Das sind zum einen minderjährige schwangere Frauen, die nicht an ihrem Wohnort bleiben können und gezielte Hilfen wünschen. Zum anderen junge Mütter, die wegen persönlicher und sozialer Schwierig­keiten für sich und ihr Kind nicht verantwortlich sorgen können. Weitere In In­fos unter www.mutter-kindhaus.de und telefonisch unter 02921 361080.

Medientipps

Weitere Medientipps finden Sie im Internet unter www.kirchenkreis-soest.de/medientipps.html. Das Schulreferat stellt unter www.kirchenkreis-soest.de/neuemedien.html Neuanschaffungen des Medienbestandes des Kirchenkreises innerhalb der Mediothek des Evangelischen Gymnasiums Lippstadt vor.

Livebericht von der Kreissynode am 20. Juni

17.06.2011 14:01

Gezwitscher aus dem Evangelischen Kirchenkreis Soest

Der Evangelische Kirchenkreis Soest stellt ab sofort einen Twitter-Feed zur Verfügung. „Twitter“, zu deutsch „Gezwitscher“ ist ein Kurznachrichtendienst über das Internet. Unter twitter.com/kksoest finden sich ab jetzt täglich Neuigkeiten, Termintipps und Infos aus dem Kirchenkreis. Der Twitter-Feed richtet sich an Menschen, die in aller Kürze über aktuelle Entwicklungen in der evangelischen Kirche im Kreis Soest informiert werden möchten – z.B. über Livemeldungen von der Kreissynode in Soest-Ostönnen am Montag, dem 20. Juni. Er kann über PC oder Smartphone wahlweise im Internet abgerufen oder abonniert werden. Dazu ist lediglich ein kostenloser Twitter-Account und ein Klick auf den Button „Follow“ notwendig.

Der Twitter-Service ist ein weiterer Baustein der Social-Media-Initiative des Evangelischen Kirchenkreises Soest. Dazu gehören auch die Facebook-Seiten des Kirchenkreises, der Jugendkirche Soest und der Jugendkirche Lippstadt-Hellweg sowie der Blog des Superintendenten. Die Evangelische Kirche von Westfalen ist ebenfalls in den Social Media aktiv und unterstützt Kirchenkreise und Kirchengemeinden beim Einstieg in die modernen Medien. Bernd Tiggemann, Online-Redakteur der Landeskirche: „Wir müssen auch im Internet dorthin, wo die Menschen sind, also in die bestehenden sozialen Netzwerke, statt eigene Strukturen zu schaffen. Dies gilt besonders mit Blick auf die Zielgruppen Jugendliche und junge Erwachsene.“

Als CD und im Internet

16.06.2011 13:22

KU-Lehrplan

Lehrplanentwurf für Konfirmandenarbeit: Jetzt gibt‘s im Pädagogischen Institut dazu auch eine CD. Im Frühjahr ist der Entwurf zu einem neuen Lehrplan für die Konfirmandenarbeit unter dem Titel „Gemeinsam auf der Suche nach einem Leben mit Gott“ in die Gemeinden und alle Pfarrerinnen und Pfarrer versandt worden. Beim Fachbereich Konfirmandenarbeit kann jetzt auch eine CD zur Einführung in den Lehrplanentwurf bestellt werden, um ihn in den Gemeinden vorzustellen. Die CD enthält auch eine PDF-Version des Entwurfes, die ebenfalls unter www.evangelisch-in-westfalen.de/fileadmin/ekvw/dokumente/handreichungen/lehrplan_KA.pdf zum Download zur Verfügung steht. Die CD wird kostenfrei vom Fachbereich Konfirmandenarbeit versandt. Ansprechpartnerin: Anita Herrmann, Pädagogisches Institut der EKvW, Fachbereich Konfirmandenarbeit, Iserlohner Straße 25, 58239 Schwerte, Tel. 02304 755-262, E-Mail ku(at)pi-villigst.de.

Wer hat die meisten Kartoffeln?

17.06.2011 15:08
Von: Christine Hinrichs

Soester Zeitschrift über Wiederaufbau kirchlichen Lebens im Nachkriegs-Soest

Beleuchten die Mühen des kirchlichen Wiederaufbaus: Jürgen Peters (Patrokli-Gemeinde), Ilse Maas-Steinhoff (Vorsitzende Geschichts-Verein), Pfarrer Bernd-Heiner Röger (Petri-Pauli-Gemeinde) und Historiker Dr. Ulrich Löer. (Foto: Christine Hinrichs)

Soest – 1945 – die Stadt Soest lag zu 65 Prozent in Trümmern. Wie die Soester ihren Neuanfang nach den Schrecken und Zerstörungen des zweiten Weltkrieg gestalteten, zeigt der neu erschienene Doppelband (122/123) der „Soester Zeitschrift“, herausgegeben vom Geschichtsverein. 13 Autorinnen und Autoren widmen sich in 14 Beiträgen Themen wie dem Wohnungsbau, Entnazifizierung, Presselandschaft oder Wiedergutmachung. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf dem Neubeginn des kirchlichen Lebens beider Konfessionen. Exemplarisch zeichnen Bernd-Heiner Röger und Jürgen Peters die Fortschritte des Wiederaufbaus der Hauptkirchen Petri und Patrokli nach, erforschen Ilse Maas-Steinhoff und Dr. Ulrich Löer das geistliche Leben auf evangelischer und katholischer Seite.

„Wir machen uns keinen Begriff davon, auf welche Probleme die Kirchengemeinden damals stießen“, so Pfarrer Bernd-Heiner Röger. Der gesamte Ostteil der evangelischen Hauptkirche war zerstört. In einer Zeit, in der alle vor dem Nichts standen, brauchte man Material und Arbeitskräfte. „Das ging so weit, dass der Baustellenleiter sich um die Unterhosen für seine Arbeiter kümmern musste,“ so Röger. „Man bekniete die Bauern, noch ein paar Kartoffeln mehr zu liefern, damit die Arbeit an der Petri-Baustelle attraktiver war als die anderswo, zum Beispiel bei den katholischen Nachbarn.“
Die Arbeit an der Petrikirche erfolgte in zwei Etappen: Zunächst dichtete man die offene Seite des Langhauses nach Osten hin ab, so dass man ab 1948 wieder Gottesdienste in der Kirche feiern konnte. Und wie sollte es weitergehen? „Petri-Pfarrer Bülow vertrat die Ansicht, Kirche finde vor allem in Kreisen und Gruppen statt“, erläutert Röger. „Er gab daher der Errichtung eines Gemeindehauses den Vorrang vor dem Wiederaufbau des gotischen Chorraums.“ Der damalige Bürgermeister Hubertus Schwartz hingegen pochte auf die öffentliche Wirkung: Kirche sollte weithin sichtbar zu ihrer alten Größe und Bedeutung zurückkehren. Damit setzte Schwartz sich durch: „Der Wiederaufbau der zerstörten Kirchenteile war zwar ein geradezu mittelalterliches Unterfangen. Es funktionierte auch ein bisschen im „Trial-and-Error“-Verfahren. Aber es funktionierte“, kommentiert Roeger.
Die Patrokli-Gemeinde hatte ebenfalls einen zerstörten Chorraum zu beklagen. „Viele Gemeindeglieder halfen bei den Aufräumarbeiten“, weiß Jürgen Peters, Gemeindemitglied der Patrokli-Gemeinde. „Die Schuttmengen waren ja enorm. Außerdem spendeten die Menschen, was sie nur erübrigen konnten.“ Eine „Dombau-Lotterie“ erbrachte zusätzliche Mittel: Als Hauptpreis winkte ein Eigenheim aus Fertigbau-Teilen von der Firma Milke, zu errichten am selbst gewählten Ort im Umkreis von 50 km rund um Soest. Bereits 1948 war der St. Patrokli in voller Größe wieder bezugsfertig.

„Sieger in Trümmern?“ hat Dr. Ulrich Löer seinen Aufsatz über katholisches Geistesleben nach 45 überschrieben. Er beschreibt den Stolz der Soester Kirchenoberen darauf, dass Gebete, Gottesdienste, Andachten und Prozessionen auch während der kirchenfeindlichen Kriegszeiten nie abgebrochen waren. „Die Kontinuität im Liturgischen war für die Geistlichen sehr wichtig“, so Löer. Den Wiederaufbau des Gemeindelebens trieben außerdem die 13 konfessionellen Vereine voran: KKV, Kolping, Mütterverein und viele mehr. Hier wurden auch soziale Hilfsmaßnahmen und Vorträge zu brisanten Gesellschaftsthemen organisiert.

Neben geistlichen und baulichen Fragen prägten auch strukturelle Probleme die evangelische Kirchenlandschaft im Nachkriegs-Soest. Sollte die Einteilung in sechs Soester Gemeinden erhalten bleiben? Die Kriegslasten waren sehr ungleich verteilt und trafen manche Gemeinden besonders hart. Oder sollten alle sich zu einer Gemeinde zusammenschließen? „Letztlich wird diese Diskussion unter anderen Vorzeichen bis heute geführt“, so Autorin Ilse Maas-Steinhoff. Die Möglichkeit einer grundlegenden geistigen Erneuerung sei nach dem Kriegsende nicht genutzt worden, sind schließlich alle Autoren sich einig. „Man war doch sehr mit den Alltagsfragen beschäftigt“, so Pfarrer Röger. Man sagte sich: „Jetzt hilft uns nur die Besinnung auf den Kern. Auf Predigt und Gebet.“

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Zuletzt bearbeitet am Mi 22 Jun 2011 20:29:19 CEST
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