Durch die absehbare Bevölkerungsentwicklung wird bis zum Jahr 2030 die Mitgliederzahl der Evangelischen Kirche in Westfalen auf 2/3 des heutigen Bestandes sinken, die Kirchensteuereinnahmen werden auf die Hälfte zurück gehen.
Dadurch herausgefordert und parallel zum westfalenweiten Reformprozess fand im Evangelischen Kirchenkreis Soest in den vergangenen Jahren ein Umgestaltungsprozess mit dem Ziel zukunftsfähiger Strukturen statt. Dazu wurde auf einer Sondersynode 2003 ein einjähriger Beratungsprozess initiiert, dessen Ergebnisse beginnend mit der Herbstsynode 2004 umgesetzt wurden.
Ein Schwerpunkt der Umstrukturierungen war die Zusammenfassung verschiedener kreiskirchlicher Arbeitsbereiche zu Fachbereichen, die über eigene Finanzmittel und erweiterte Entscheidungskompetenzen verfügen:
Ein weiterer Schwerpunkt war und ist die Pfarrstellenplanung mit dem erfolgten Abbau von insgesamt 7,5 Pfarrstellen bis 2007. In 2007 und 2008 konnten erstmals wieder frei gewordene Pfarrstellen frei ausgeschrieben werden.
Insgesamt zehn Kirchengemeinden haben die Form der "Pfarramtlichen Verbindung" gewählt, um bei geringer werdenden Finanzen die Versorgung durch Pfarrerinnen und Pfarrer zu sichern. Die fünf pfarramtlichen Verbindungen sind:
Die Landeskirche hat alle Kirchengemeinden und Kirchenkreise beauftragt, eine Konzeption (Leitbild) zu entwickeln. Die Leitbilder der Kirchengemeinden und des Kirchenkreises sind dabei aufeinander bezogen. Dieser Prozess soll nach der landeskirchlichen Visitation des Kirchenkreises im April 2008 abgeschlossen werden.
Jung und Alt <<zurück - weiter>> Kurse und Weiterbildung